Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Muttermal aufgekratzt: Tipps und Infos, was jetzt zu tun ist

Der Schreck ist zunächst gross, wenn versehentlich ein Muttermal aufgekratzt wurde. Viele Menschen befürchten jetzt, dass dies gesundheitsschädigend ist und sogar Hautkrebs auslösen könnte. Die Sorge ist in den meisten Fällen allerdings unbegründet. Wir erklären dir, warum du dir in der Regel keine Sorgen machen musst. Ausserdem erfährst du, was du selbst tun kannst, wenn du ein Muttermal aufgekratzt hast, in welchen Fällen du zum Arzt solltest und welche medizinische Behandlung dann erfolgt.

Was ist ein Muttermal?

Bei einem Muttermal, auch als Leberfleck bezeichnet, handelt es sich um eine Hautveränderung beziehungsweise -fehlbildung, die sich durch ihre bräunliche Pigmentierung vom Rest der Haut abhebt. In der Regel sind Muttermale harmlos. Es kann allerdings auch passieren, dass sich aus einem gutartigen Muttermal ein bösartiges Melanom, sprich Hautkrebs, entwickelt.

Aufgekratzter Leberfleck: Ist das gesundheitsschädlich und krebsauslösend?

Grundsätzlich musst du dir zunächst einmal keine Sorgen machen, dass das aufgekratzte Muttermal unmittelbar zu einer Krebserkrankung führt. Die Tatsache, dass du den Leberfleck aufgekratzt hast, birgt kein erhöhtes Risiko. Allerdings kann durch eine offene Wunde UV-Strahlung deutlich einfacher in die Zellschichten der Haut eindringen, was wiederum Hautkrebs begünstigt. Achte deshalb darauf, die betreffende Stelle vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Was passiert, wenn das Muttermal mehrfach aufgekratzt wird?

Du solltest auf jeden Fall vermeiden, das Muttermal wiederholt aufzukratzen. Entsteht immer wieder eine Verletzung, kann es passieren, dass das Muttermal mutiert und dann in sehr seltenen Fällen tatsächlich Hautkrebs entsteht. Lasse deiner Gesundheit zuliebe die Wunde daher in Ruhe und kratze auch die gebildete Kruste zur Wundheilung nicht wieder ab. Damit verhinderst du auch eine unschöne Narbenbildung.

Muttermal aufgekratzt: Was kann ich selbst tun?

Solltest du ein Muttermal aufgekratzt oder beim Rasieren aufgeschnitten haben, sind folgende Hautpflege-Tipps hilfreich:

  • Bewahre Ruhe: Gerate nicht gleich in Panik, wenn ein aufgekratztes Muttermal zu bluten anfängt. Es ist nicht unnormal, dass auch unverhältnismässig grosse Mengen Blut austreten. Durch die natürliche Wundheilung deiner Hautzellen bildet sich schnell eine Schorfschicht, die die Blutung reguliert und stoppt.
  • Reinige die Stelle: Um den Eintritt von Keimen und Bakterien und damit Entzündungen zu verhindern, solltest du das aufgekratzte Muttermal mit einer entsprechenden Creme oder einem Spray reinigen und desinfizieren.
  • Schütze die Wunde: Als weitere Massnahme kann es zudem sinnvoll sein, die Wunde mit einem Pflaster vor Keimen sowie auch vor der UV-Strahlung zu schützen.
  • Kühle das Muttermal: Zusätzlich kannst du den aufgekratzten Leberfleck auch mit Kühlpads kühlen. Diese Massnahme kann Schmerzen und Juckreiz lindern und Schwellungen vorbeugen.

Muss ich bei einem aufgekratzten Muttermal zum Hautarzt, wenn es Schmerzen verursacht?

In der Regel musst du mit einem aufgekratzten Muttermal nicht direkt zum Hautarzt. Bei folgenden Symptomen ist ein Arztbesuch jedoch ratsam:

  • Die Wunde verheilt nicht sauber.
  • Das Muttermal entzündet sich.
  • Der Heilungsprozess will nicht weiter voranschreiten.
  • Du hast Schmerzen.
  • Das Muttermal hat bereits vorher gejuckt oder ohne dein Zutun angefangen zu bluten.
  • Dein Muttermal hat sich in der letzten Zeit deutlich verändert.

Wie erkenne ich Veränderungen an meinem Muttermal?

Ob dein (aufgekratztes) Muttermal bereits auf Hauterkrankungen und zum Beispiel auf ein Melanom hinweist, kannst du mittels der sogenannten A-B-C-D-E-Regel selbst kontrollieren. Die einzelnen Buchstaben stehen dabei für folgende Begriffe:

  • Asymmetrie: Ist das Muttermal gleichmässig rund oder zeigt es sich eher asymmetrisch?
  • Begrenzung: Ist der Rand des Leberflecks klar umrissen oder wirkt er eher verwaschen, rau und uneben?
  • Colour (Farbe): Ist die Farbe einheitlich oder sind unterschiedliche Farben und Nuancen erkennbar? Sind eventuell sogar dunkle Punkte darin zu sehen?
  • Durchmesser: Hat sich der Durchmesser des Muttermals um mehr als zwei Millimeter vergrössert oder ist es gleich gross geblieben?
  • Erhabenheit: Ist das Muttermal eben oder ist es fühlbar und hebt sich mehr als einen Millimeter von der Haut ab?

Welche ärztliche Behandlung findet bei einem aufgekratzten Muttermal statt?

Wenn du eine oder mehr Auffälligkeiten an deinem Muttermal beobachtest, solltest du einen Hautarzt konsultieren. Dieser wird sich für die Diagnose zunächst anhand von Hauttests ein Bild von deinem Muttermal machen. Besteht der Verdacht, dass es sich um ein bösartiges Melanom handelt, entfernt der Hautarzt in der weiteren Therapie das Muttermal. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Häufig werden grössere Muttermale mit einem Skalpell entfernt. Damit für den Patienten keine Schmerzen entstehen, geschieht dies in der Regel unter örtlicher Betäubung. Abhängig von der Art des Muttermals erfolgt die Behandlung auch mit einem Radiofrequenz-Cutter. Das entfernte Gewebe muss dann in einem Labor im Hinblick auf bösartige Gewebeveränderungen untersucht werden. Eine Laser-Therapie bietet sich übrigens nur bei kosmetischen Muttermalentfernungen an, da hierbei keine Gewebeprobe zur Verfügung steht. Tipp: Um Veränderungen an deinen Muttermalen frühzeitig zu erkennen, solltest du regelmässig ein Hautkrebs-Screening bei einem Arzt durchführen lassen.