Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Zurück zur Artikelübersicht

Hautkrebsarten: Diese Krankheiten entstehen durch zu intensive Sonneneinwirkung

Du hast viele Muttermale am Körper, bist ein heller Hauttyp oder in deiner Familie gibt es bereits einen Fall von Hautkrebs? Dann gehörst du zu den Risikopatienten und solltest entsprechende Vorsorgemassnahmen treffen. Welche Hautkrebsarten aber gibt es? Mediziner unterscheiden zwischen dem Schwarzen Hautkrebs, der als besonders aggressiv gilt, und dem Weissen Hautkrebs. Weisser Hautkrebs kommt deutlich häufiger vor und hat eine insgesamt bessere Prognose als Schwarzer Hautkrebs. Eine Früherkennung ist bei beiden Krebsarten enorm wichtig. Beide Formen erzeugen im Frühstadium keine Schmerzen und sind daher besonders tückisch.

Welche Hautkrebsarten gibt es?

Beim Hautkrebs unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten: den gefährlichen Schwarzen Hautkrebs (Melanom) und den häufiger auftretenden Weissen Hautkrebs. Zu ihm zählen als Unterarten das Basaliom und das Spinaliom. Hautkrebs zählt zu den am häufigsten auftretenden Tumorarten und kann in jedem Alter entstehen. Die Häufigkeit nimmt mit Erreichen des 50. Lebensjahres allerdings zu. Kinder sind so gut wie nie von Hautkrebs betroffen. Neben den bekanntesten Arten Schwarzer und Weisser Hautkrebs gibt es noch einige Sonderformen, unter anderem das Stachelzellkarzinom oder das Kaposi-Sarkom. Bei dieser seltenen Form von Hautkrebs sind auch die inneren Organe und die Schleimhäute betroffen.

Wie sehen die Symptome aus?

Hautkrebs geht mit Hautveränderungen einher, die für den Laien meist gar nicht so einfach zu erkennen sind. Hast du viele Muttermale, solltest du sie regelmässig auf folgende Veränderungen hin überprüfen:

  • Besteht ein abgegrenzter Rand oder ist der Rand schwammig?
  • Hat sich der Leberfleck in letzter Zeit in der Grösse verändert?
  • Hat sich die Farbe des Muttermals verändert?
  • Ist der Fleck gut tastbar und hebt er sich von der Haut ab?

Dunkle und eher unregelmässige Flecken sind charakteristische Symptome für den Schwarzen Hautkrebs, während wächserne Knötchen den Basalzellkrebs auszeichnen. Um welche Formen es sich genau handelt, kann nur der Hautarzt genau bestimmen. Die Symptome des Schwarzen Hautkrebs lassen sich leichter erkennen als die des Weissen Hautkrebs. Im Frühstadium sind die Symptome bei beiden Krankheiten auf die Haut begrenzt. Erst wenn sie sich ausbreiten, verursachen sie Beschwerden. Ab einer Tumordicke von einem Millimeter kann es passieren, dass auch die Lymphknoten befallen sind: Dann sind die Prognosen eher negativ.

Warum ist eine Früherkennung so wichtig?

Eine Früherkennung ist bei allen Arten des Hautkrebs von entscheidender Bedeutung. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt, kann schnellstmöglich mit der Therapie begonnen werden. Je eher die Behandlung beginnt, desto höher sind die Chancen auf eine vollständige Genesung. Ist der Tumor noch dünn und befällt nur die Oberhaut, sind die Heilungschancen am besten.

Wie erfolgt die Behandlung von Hautkrebs?

Welche Therapien für die Behandlung von Hautkrebs ausgewählt werden, hängt unter anderem vom Stadium und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten ab. Weisser Hautkrebs wird in der Regel operiert. Während der Operation entfernt der Arzt das befallene Gewebe grossflächig. Eine Früherkennung ist wichtig: Je eher der Hautkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Weisser Hautkrebs hat eine bessere Prognose als Schwarzer Hautkrebs, denn dieser bildet schneller Metastasen und breitet sich auch auf andere Organe aus. Bestenfalls muss keine Operation durchgeführt werden und die Onkologie entscheidet sich für das Abschaben oder Vereisen des Tumors. Bei der Kürettage genannten Therapieform wird das erkrankte Gewebe mit einem speziellen Instrument ausgeschabt.

Was macht die Onkologie bei Hautkrebs?

Die Onkologie ist ein Teilbereich der Medizin, der sich mit Krebserkrankungen und damit natürlich auch mit dem Hautkrebs beschäftigt. Bei einem Onkologen profitierst du von einer umfassenden Beratung zum Thema Hautkrebs. Er wird die für dich geeignete Therapie auswählen. Ist eine Operation aufgrund der Lage des Hautkrebs nicht möglich, kommen alternativ die Therapiemöglichkeiten Bestrahlung oder Chemotherapie zum Einsatz. Unterstützend kommen Medikamente zum Tragen.

Wann erfolgt eine Strahlentherapie?

Ist der Tumor sehr gross oder liegt an einer für eine Operation ungünstigen Stellen, wird sich der Arzt für eine Strahlentherapie entscheiden. Die Röntgenstrahlen sollen dafür sorgen, dass die Krebszellen absterben. Auch bei älteren Personen, für die eine Operation zu anstrengend wäre, ist die Strahlentherapie die Therapie der Wahl.

Wie kann ich Hautkrankheiten vorbeugen?

Die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung ist einer der Hauptauslöser für Hautkrebs. Aus diesem Grund ist ein umfassender Sonnenschutz eine der wichtigsten vorbeugenden Massnahmen für alle Formen des Hautkrebs. Vermeide wenn möglich die pralle Mittagssonne und schütze deine Haut zusätzlich mit lichtundurchlässiger Kleidung und einem Sonnenhut. Das Licht im Solarium ist ebenso schädlich wie die Sonne, denn auch darin sind UV-Strahlen enthalten. Vermeide daher Besuche im Solarium, denn auch sie zählen zu den Risikofaktoren für Hautkrebs. Zudem solltest du das Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen. Das gilt besonders dann, wenn sich an deinem Körper viele Muttermale befinden. Sie werden bei der Untersuchung genau überprüft. Die Kosten für das Hautkrebsscreening werden alle zwei Jahre für Patienten über 35 Jahren von der Krankenkasse übernommen.