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Ekzem im Gesicht: Ursachen erkennen und erfolgreich behandeln

Das Ekzem im Gesicht, das vielfach auch als Exanthem bezeichnet wird, ist eine der Hautkrankheiten, die mit einem starken Juckreiz verbunden sind. Meist wird sie durch den Kontakt mit bestimmten Stoffen ausgelöst. Ekzeme, die sowohl im Gesicht als auch an allen anderen Körperstellen auftreten können, zählen zu den häufigsten Hautkrankheiten: Etwa jeder fünfte ist mindestens einmal in seinem Leben von einem Ekzem betroffen. Das auch als Dermatitis bezeichnete Krankheitsbild kann Erwachsene und Kinder gleichermassen betreffen.

Was ist ein Ekzem im Gesicht?

Ein Ekzem ist ein Hautleiden, das mit einem starken Juckreiz verbunden ist. Es kann im Gesicht ebenso wie auf der Kopfhaut und auch an diversen anderen Körperstellen auftreten. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Kontaktekzem, das durch allergieauslösende Stoffe begünstigt wird. Auch die Hautkrankheit Neurodermitis wird zu den Ekzemen gezählt.

Welche Symptome sind typisch?

Ekzeme sind Hautveränderungen der obersten Hautschicht, die teilweise auch von einer nässenden Entzündung begleitet werden. Ganz charakteristisch aber ist der Juckreiz, der für Betroffene und vor allem für Kinder sehr unangenehm ist. Die Haut kann sich stark erwärmt anfühlen. Bereits nach wenigen Tagen lässt der Juckreiz meist nach und die Haut schuppt ab. In schwereren Fällen der Dermatitis kann es aber auch zu einer Bläschenbildung kommen. Die Bläschen solltest du nicht aufkratzen, denn sonst können sie anfangen zu nässen. Hast du häufiger Kontakt mit den Stoffen, die das Ekzem auslösen, kann die Krankheit chronisch werden. Du solltest also herausfinden, was die Ursachen für die Dermatitis sind. Ekzeme im Gesicht treten in der kalten Jahreszeit häufiger auf; im Frühjahr und Sommer bessern sich die Symptome meist merklich.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Behandlung eines Ekzems im Gesicht richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Als erstes gilt es, die Symptome, also den Juckreiz, zu lindern. Dazu verschreibt der Hautarzt spezielle Cremes und Salben. Eine Behandlung ist nicht zwingend erforderlich: Meist heilen die Symptome bei einem Ekzem im Gesicht nach wenigen Tagen von allein ab. Das Auftragen einer Creme kann die Symptome aber deutlich schneller lindern. Eine entzündungshemmende Cortisonsalbe ist am besten dafür geeignet. In einigen Fällen wird der Arzt einen Allergietest und eine Blutuntersuchung vornehmen, um eine Neurodermitis auszuschliessen.

Welche Ursachen kommen in Frage?

Das Ekzem zählt zu den Hautkrankheiten, die meist durch hautreizende oder allergieauslösende Stoffe ausgelöst werden. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Seife
  • Desinfektionsmittel
  • Reinigungsmittel
  • Nickel
  • Duftstoffe

Entstehen die Beschwerden aufgrund des Kontaktes mit einem der vorgenannten Stoffe, spricht man auch von einem Kontaktekzem. Das ist die am häufigsten auftretende Form eines Ekzems im Gesicht. Es kommen aber noch andere Auslöser in Frage. Neurodermitis etwa ist eine Sonderform des Ekzems im Gesicht, die vom körpereigenen Immunsystem ausgeht. Solche Hautausschläge können akut oder chronisch auftreten und sind nicht ansteckend.

Was ist die Periorale Dermatitis?

Eine Sonderform des Ekzems im Gesicht ist die sogenannte Periorale Dermatitis. Sie wird auch als Stewardessenkrankheit bezeichnet, denn eine der häufigsten Ursachen für diese Erkrankung ist das häufige Wechseln von Pflegeprodukten. Dadurch wird die natürliche Schutzbarriere der Haut stark angegriffen. Im Gegensatz zu einem Kontaktekzem im Gesicht fällt diese Hautveränderung deutlich langwieriger aus. Die Symptome können mehrere Wochen, häufig sogar über Monate hinweg, bestehen bleiben. Der Arzt kann dir auch bei dieser Krankheit Salben verschreiben. Sinnvoll ist es zudem, wenn du eine Zeitlang komplett auf Make-up verzichtest. Die Periorale Dermatitis ist nicht gefährlich oder gar ansteckend und eine Krankheit, von der meist Frauen betroffen sind. Folgende weitere Ursachen kommen für diese Krankheit in Frage:

  • Stress
  • fluoridhaltige Zahncremes
  • zu starke Sonneneinstrahlung
  • Hormonschwankungen

Während der Krankheit wird dazu geraten, komplett auf Pflegeprodukte zu verzichten. Stattdessen solltest du deine Haut nur mit lauwarmem Wasser reinigen.

Was kann ich noch gegen den Juckreiz tun?

Möchtest du dein Ekzem im Gesicht selbst behandeln und keinen Hautarzt aufsuchen, stehen dir einige bekannte Hausmittel zur Verfügung. Zur Behandlung eignen sich zum Beispiel Umschläge mit Schwarzem Tee, die das Abheilen beschleunigen. Auch Grüner Tee eignet sich zu diesem Zweck gut. Beide Teesorten enthalten Gerbstoffe, die bewirken, dass sich die Haut zusammenzieht und austrocknet. Koch dir also einen dieser Tees, lass ihn komplett abkühlen und benetze ein Tuch aus Baumwolle damit. Den Umschlag solltest du mindestens 15 Minuten auf dem Gesicht lassen. Vor allem bei der Neurodermitis ist es wichtig, die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Mit speziellen Ölbädern gelingt das recht gut.

Wie kann ich einem Ekzem im Gesicht vorbeugen?

Um den unschönen Flecken im Gesicht vorzubeugen, ist eine auf den Hauttyp abgestimmte Hautpflege wichtig. Vor allem wenn du empfindliche Haut hast, solltest du keine zu aggressiven Reinigungs- und Pflegeprodukte verwenden. Sie würden deine Gesichtshaut nur unnötig reizen und das Entstehen eines Ekzems begünstigen.