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Hautkrebs im Gesicht – die 7 wichtigsten Fragen zu der neuen Volkskrankheit!

Hautkrebs im Gesicht – die 7 wichtigsten Fragen zu der neuen Volkskrankheit!

Sommer, Sonne, Sonnenbrand – was viele Menschen am ehesten mit Urlaub verbinden, lässt alarmierte Ärzte aufhorchen. Die Anzahl der Menschen, die im Laufe ihres Lebens an Hautkrebs erkranken, nimmt nämlich stetig zu. Hauptursache ist die ultraviolette Strahlung der Sonne, die deine Haut bräunt, dabei aber auch grossen Schaden anrichten kann. Da dein Gesicht nie von einem schützenden Stoff bedeckt ist, musst du selbst auf ausreichend Sonnenschutz achten. Leider geschieht das viel zu selten und der Schock ist gross, wenn der Hautarzt den Verdacht auf Hautkrebs äussert. Wir beantworten dir hier die wichtigsten Fragen zu diesem spannenden Thema.

Welche Symptome macht Hautkrebs?

Unter dem Begriff Hautkrebs sind alle bösartigen Hautveränderungen und Tumoren zusammengefasst, die sich durch schuppende Flecken, Knoten und dunkle mehrfarbige Erhebungen auf deiner Haut zeigen. Gemeinsames Merkmal sind die unterschiedlich stark bösartig entarteten und wuchernden Zellen, die sich auch in Form von Metastasen in deinem Körper ausbreiten können. Hautkrebs verursacht gerade im Anfangsstadium ausser der Hautveränderung keine weiteren Symptome und vor allem keine Schmerzen. Folgende Symptome solltest du immer ernst nehmen und einem Hautarzt zeigen:

  • gelblich rötliche Farbe eines Mals mit durchschimmernden Blutgefässen an der Oberfläche
  • sich verändernde, leicht erhabene Leberflecke, dunkle Pünktchen, verwaschene Ränder
  • knotige Veränderungen auf der Haut
  • krustenbildende Muttermale, die nässen oder bluten

Welche Krebsarten gibt es?

Hautkrebs lässt sich hauptsächlich in zwei Formen einteilen, den weissen und den schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Der weisse Hautkrebs mit Entstehung im Hautepithel besteht aus diesen Formen:

  • Aktinische Keratose (frühe Form von weissem Hautkrebs) -Basaliom (sogenannter Basalzellkrebs)
  • Spinaliom (sogenannter Plattenepithelkarzinom)

Der Schwarzer Hautkrebs oder das Melanom wiederum ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen und gehört zu den gefährlichsten Hautkrebsarten. Bereits im Frühstadium und bei geringen Symptomen kann dieser Tumor streuen und in den Lymphknoten und Organen zu Tochtergeschwülsten führen. Vor allem Sonnenbrände in der Kindheit gehören zu den Ursachen.

Daneben gibt es noch Sonderformen, etwa:

  • Kaposi-Sarkom: häufiges Auftreten bei HIV-Infektionen und bei Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem
  • Merkelzellkarzinom: aggressive, aber seltene Hautkrebsform, die dem schwarzen Hautkrebs sehr ähnelt
  • Roter Hautkrebs: entsteht durch sich ansammelnde Lymphzellen in der Haut, die unkontrolliert entarten

Welche Ursachen hat Hautkrebs?

Die Hauptursache von Hautkrebs im Gesicht ist die Einstrahlung durch das UV-Licht der Sonne und die Nutzung von Solarien. Das UV-Licht schädigt dabei das Erbgut der Zellen und kann auch noch Jahrzehnte nach der Einwirkung zu der Entstehung von Hautkrebs beitragen. Zusätzlich begünstigen folgende Risikofaktoren Hautkrebs:

  • helle Haut
  • blonde oder rötliche Haare und helle Augenfarbe
  • geschwächtes Immunsystem, beispielsweise durch HIV-Infektion oder Organtransplantation

Wie läuft eine Behandlung von Hautkrebs ab?

Bei weissem Hautkrebs wie beispielsweise dem Basalzellkrebs erfolgt eine operative Entfernung des Tumors. In der Regel sind dann für den Patienten ausser der regelmässigen Nachsorge keine weiteren Therapien notwendig. Bei schwarzem Hautkrebs wirst du zur Behandlung in eine Hautklinik mit Onkologie überwiesen. Der Tumor wird operativ mit einem Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt. Ebenfalls werden die naheliegenden Lymphknoten untersucht. Je nachdem, ob bereits Metastasen gestreut haben, stehen folgende Behandlungen zur Auswahl, die auf die Krebsarten zugeschnitten sind:

  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie mit Medikamenten
  • Immuntherapien

Wie ist die Prognose bei Hautkrebs im Gesicht?

Die Prognose bei Hautkrebs ist abhängig von den jeweiligen Krebsarten und dem Stadium der Erkrankung. Weisser Hautkrebs hat auf deine Lebenserwartung meist keine negativen Auswirkungen. Wesentlich gefährlicher ist der schwarze Hautkrebs. Flache Melanome, die nicht mehr als einen Millimeter tief in deine Haut eingedrungen sind, lassen sich operativ komplett entfernen. Die Heilungschancen sind in diesem Fall sehr gut. Je aufwändiger die Behandlung ist, desto schlechter sind die Heilungsaussichten. Fünf Jahre nach einer Melanom-Diagnose leben noch über 90 Prozent der Patienten.

Wie häufig kommt Hautkrebs vor?

Hautkrebs ist die häufigste Krebsart überhaupt und gerade die Schweiz weist im internationalen Vergleich eine der höchsten Anzahl an Neuerkrankungen auf. Jährlich werden hier 25.000 Menschen mit der Diagnose konfrontiert. Die hohe Steigerung ist dem insgesamt höheren Alter, der Früherkennung und dem geänderten Freizeitverhalten geschuldet. In der Schweiz erkranken rund 2.800 Menschen im Jahr an einem Melanom.

Wie beugt die Früherkennung einer Erkrankung vor?

Mit einer gezielten Früherkennung kannst du die Hautkrankheiten in einem frühen Stadium erkennen, wo die Heilungschancen der unterschiedlichen Krebsarten in der Regel hervorragend sind. Dazu solltest du deine Haut regelmässig selbst kontrollieren und beim Hautarzt zum Hautkrebs-Screening gehen. Bei dieser Früherkennungsuntersuchung werden deine Hautauffälligkeiten von einem Facharzt betrachtet und dokumentiert. Um das Risiko einzuschätzen, wendet er bei der Diagnostik die ABCDE-Regel an:

  • A wie Asymmetrie: Die Form des Pigmentflecks ist unregelmässig (weder rund noch oval)
  • B wie Begrenzung: Unscharfe und verwaschene Begrenzung zur normalen Haut
  • C wie Colour (Farbe): Unterschiedlich starke Pigmentierung oder Mehrfarbigkeit
  • D wie Durchmesser: Schnelles Wachstum und ein Durchmesser, der grösser als fünf Millimeter ist
  • E: Erhabenheit: Das Mal wächst über das Hautniveau hinaus

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