Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

>
Ratgeber-Übersicht
>
Rhagaden – was die Hautrisse verursacht und was dagegen hilft

Rhagaden – was die Hautrisse verursacht und was dagegen hilft

Rhagaden – so der Fachausdruck für bis in die Lederhaut reichende Einrisse der Haut – sind lästig und zuweilen sehr schmerzhaft. Vor allem in den Mundwinkeln bringen sie mehr oder minder gravierende Beschwerden im Alltag mit sich. So werden das Lachen, Sprechen und Essen schmerzhaft und die Lebensqualität leidet. An anderen Körperstellen, etwa an den Füssen, können Rhagaden auch zu schmerzhaften Wunden werden, da Krankheitserreger leicht eindringen können und die entsprechenden Hautstellen stark belastet sind. Rhagaden können aus einer ganzen Reihe von Gründen auftreten, lassen sich aber zumeist schnell und mit einfachen Mitteln behandeln.

Welche Ursachen haben Rhagaden?

Rhagaden sind Einrisse der Haut und werden oftmals durch eine geschwächte Haut verursacht. Besonders häufige Gründe dafür, dass es zu kleinen, sich dann vertiefenden Hautrissen kommt, sind:

  • Kälte
  • Trockenheit
  • Verletzungen

Entsprechend häufig sind gerade Mundwinkelrhagaden deshalb im Winter, wenn es trocken und kalt ist. Die Ursachen von Rhagaden an exponierten Stellen liegen häufig in solchen externen Faktoren. Die Haut trocknet schlichtweg aus und reisst ein. Der Riss vertieft sich – beispielsweise durch Belastung – und es kommt zu einer richtigen Rhagade. Aber auch andere Ursachen sind denkbar. Insbesondere kranke und wenig elastische Haut reisst oftmals ein. An Stellen, an denen eine hohe Belastung und eine kaputte Haut zusammenkommen, kommt es deshalb auch oft zu Einrissen. Typische Orte hierfür sind neben den Mundwinkeln die Fusssohlen, da hier die Haut besonders stark belastet wird.

Welche Krankheiten stehen mit Rhagaden in Verbindung?

Eine ganze Reihe von Erkrankungen kann das Entstehen von Rhagaden begünstigen. Ganz vorne mit dabei sind Durchblutungsstörungen und Hautkrankheiten. Zu den Leiden, die die Hauteinrisse wahrscheinlicher machen, gehören:

  • Diabetes
  • Neurodermitis
  • diverse Hautkrankheiten
  • Hautpilz
  • Stoffwechselstörungen

Auch Mangelerscheinungen, wie beispielsweise Eisenmangel und Vitamin-B-12-Mangel, können zu Hautrissen führen. Grundsätzlich ist bereits durch Krankheiten angegriffene Haut auch empfindlicher für das Entstehen von Rhagaden. Die Risse selbst können zudem auch gesundheitliche Folgen haben. Insbesondere dann, wenn sie beispielsweise an den Fusssohlen sind und lange nicht behandelt werden, können sie sich zu grossen Infektionen auswachsen. Diese können durch Bakterien oder Pilze bedingt sein.

Welche Symptome entstehen durch die Hauteinrisse?

Die Symptome sind bei Rhagaden vom Ort ihres Auftretens abhängig. Bei Mundwinkeleinrissen kommt es beispielsweise zu folgenden Symptomen, die mit jeder Mundbewegung auch verstärkt werden können:

  • brennende Schmerzen
  • Spannungsgefühl
  • leichte Blutungen

Es kann auch zu Entzündungen kommen, die sich verschiedenartig äussern. Sind deine Mundwinkel einmal eingerissen, kann auch Speichel zu Reizungen führen. Insgesamt sind eingerissene Hautpartien empfindlicher für äussere Reize, wie etwa Wind, unachtsame Berührungen und Kälte. Es kommt auch zu Rötungen. Bei Rhagaden an den Füssen hast du vor allem beim Laufen oder beim Stehen Beschwerden. Je nach Position und Tiefe spürst du neben einem stechenden Schmerz oder auch ein Gefühl, als stündest du auf Glas. Hautrisse an anderen Stellen machen sich vor allem bei Berührungen und bei Spannung der entsprechenden Hautareale bemerkbar.

Warum kommen Rhagaden oft in den Mundwinkeln vor?

Die Mundwinkel sind bei vielen Menschen hochsensibel. Sie werden durch Sprechen, Kauen und Lachen permanent beansprucht und sind andauernd in Bewegung. Bei Menschen mit viel Speichelfluss wird die dort dünne Haut zusätzlich gereizt. Ein Teil des natürlichen Schutzmantels wird so abgetragen und es kommt noch eher zu Trockenheit. Die Ursachen für Mundwinkelrhagaden sind also oftmals eine Kombination aus den ohnehin empfindlichen Hautstellen und einer unzureichenden Pflege der Lippen und Mundwinkel. Zusätzlich ist es so, dass du Mundwinkelrhagaden am ehesten überhaupt wahrnimmst. Während kleine Hautrisse an nicht stark belasteten Stellen (wie etwa am Ohrläppchen oder zwischen den Zehen) manchmal auch unbemerkt auftauchen und abheilen, entzünden sich Rhagaden in den Mundwinkeln besonders oft.

Wo können Rhagaden überall vorkommen?

Rhagaden können grundsätzlich überall dort vorkommen, wo deine Haut einreissen kann. Das heisst, sie sind theoretisch überall denkbar. Praktisch kommen sie aber vor allem an folgenden Orten vor:

  • im Mundwinkel
  • an den Ohren
  • zwischen den Zehen und Fingern
  • in Gelenkbeugen
  • in der Analregion

Dabei sind Rhagaden an anderen Stellen als den Füssen und den Mundwinkeln deutlich seltener. Häufig ist dann auch eine Hautkrankheit oder eine Mangelerscheinung ursächlich für die Hautrisse.

Wie behandle ich Rhagaden?

Die Behandlung von Rhagaden kannst du, insofern sie noch nicht lange bestehen und keine grossen Beschwerden verursachen, selbst in die Hand nehmen. Empfohlen werden allgemein Salben. Die Wirkstoffe, die bei Rhagaden gut angewendet werden können, sind:

  • Dexpanthenol
  • Harnstoff
  • Zink

Die betroffenen Stellen sollten gut trocken gehalten werden. Dies gilt besonders für die Mundwinkel: Tupfe sie einfach mit einem sauberen Taschentuch ab. Die Salben sollten zumeist über Nacht aufgetragen werden. Sind die Rhagaden ein häufiges Problem oder entzünden sie sich stark, solltest du hingegen einen Arzt aufsuchen. Ein Dermatologe ist hier der Facharzt der Wahl. Gegebenenfalls sollte neben der symptomatischen Behandlung auch Ursachenforschung betrieben werden. Eventuell ist eine Krankheit für wiederkehrende Hauteinrisse mit verantwortlich.

Kann ich Rhagaden vorbeugen?

Rhagaden kannst du nur bedingt vorbeugen. Bei trockener Kälte solltest du deine Haut gut eincremen und generell schützen. Dies gilt für Areale, an denen du zu Einrissen neigst. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. So sind Eisen und Vitamine als auch Flüssigkeit besonders wichtig für eine gesunde Haut. Ganz vorbeugen kannst du Hauteinrissen aber nicht, nur ihr Auftreten weniger wahrscheinlich machen.

Das könnte dich auch interessieren

Syphilis Hautausschlag: Fragen zu Übertragung und Behandlung

Syphilis ist eine der am häufigsten vorkommenden Geschlechtskrankheiten, bei der es neben anderen Symptomen auch zu einem lästigen Hautausschlag kommt. Männer und Frauen sind gleichermassen von der Erkrankung betroffen. Wie du dich vor einer Ansteckung schützen kannst, welche Anzeichen und Beschwerden zu erwarten sind und wie die Erkrankung behandelt wird, erfährst du in diesem FAQ.

Keloide Narben – auslösende Faktoren und Behandlungsweisen in der Dermatologie

Verletzungen oder Operationen sind für jeden eine starke Belastung. Hin und wieder treten nach solchen Prozessen weitere Komplikationen auf, beispielsweise wenn die OP-Naht nicht richtig verheilt oder sich wulstige Narben bilden, die als Keloide bezeichnet werden. Selbst beim Stechen eines Ohrrings kann eine ähnliche Verletzung zustande kommen. Eine keloide Narbe wirkt wie eine Hautwucherung und kann auch gesunde Hautareale einnehmen. Eine Behandlung beim Hautarzt ist sehr langwierig, aber möglich.

Das angioneurotische Ödem: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Bei dem angioneurotischen Ödem oder Angioödem handelt es sich um eine Wasseransammlung in der Unterhaut. Die Schwellungen treten häufig im Gesicht auf, wobei die Lippen oder der Bereich um die Augen besonders stark betroffen sind. Angioödeme können harmlos sein und sich ohne Spätschäden zurückbilden oder lebensbedrohliche Komplikationen verursachen. Falls du an einem Angioödem leidest, solltest du entsprechend die Ursache ermitteln lassen. Die Therapie richtet sich nach dem Grund für das Ödem. In den meisten Fällen spricht das angioneurotische Ödem gut auf eine Behandlung an. Hier erfährst du alles zu Ursachen, Diagnose und Therapie.

Hautausschlag ohne Juckreiz – das können die Ursachen sein

Ein Hautausschlag hat normalerweise unangenehme Folgeerscheinungen und Symptome. Er kann aber auch völlig ohne Juckreiz entstehen. Dieser Umstand wird in der Medizin und Dermatologie noch einmal gesondert eingeordnet und von anderen Erkrankungen der Haut abgegrenzt. Daneben gibt es eine Reihe an Erkrankungen, bei denen Hautausschlag ohne Juckreiz eine Begleiterscheinung ist. Jeder Mensch reagiert dabei verschieden auf die Symptome und Ursachen. Das wichtigste zu diesem vielfältigen Thema erfährst du hier.

Rote Muttermale: Infos zu Ursachen, Symptomen und Therapien

Sie zeigen sich als kleine rote Pünktchen, treten vor allem am Oberkörper auf und tun nicht weh. Die meisten Menschen kennen die roten Muttermale beziehungsweise Leberflecken, die im Laufe des Lebens immer zahlreicher werden. Einen Grund zur Sorge stellen sie jedoch nicht dar. Die Hämangiome sind fast immer ungefährlich und völlig normal. In unserem Ratgeber erhältst du alle wichtigen Infos rund um die Blutschwämmchen, woran du sie erkennst und woher sie kommen. Wir erläutern zudem, in welchen Fällen du mit einem roten Muttermal zum Hautarzt gehen solltest und was du selbst dagegen tun kannst.

Bettwanzenausschlag erkennen und vermeiden

Der Bettwanzenausschlag tritt auch heutzutage noch auf. Die Bettwanzen oder Hauswanzen (Cimex lectularius) gehören zu den Insekten und in die Familie der Plattwanzen. Tagsüber verstecken sich die Tiere in Ritzen im Fussboden, hinter Bilderrahmen oder im Bettkasten. Erst nachts kriechen sie in die Betten und saugen das Blut ihrer Opfer. Sind die Schädlinge deine Mitbewohner, leidest du am Morgen möglicherweise an einem entsprechenden Ausschlag. Hier erfährst du, wie du die Symptome erkennst, was du dagegen tun kannst und wie du einen Bettwanzenbefall bekämpfst.