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Schrunden: alles über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Schrunden: alles über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Schrunden an den Füssen sind nicht nur ein optischer Makel, sie gehen auch mit starken Beschwerden einher. Umso wichtiger ist es daher, Schrunden schnellstmöglich zu behandeln oder sie durch die richtige Fusspflege gar nicht erst entstehen zu lassen. Nachfolgend erfährst du, was Schrunden genau sind, welche Ursachen und Risikofaktoren eine Rolle spielen und mit welchen Massnahmen du sie schnell wieder loswirst.

Was sind Schrunden?

Der Fachbegriff für Schrunden lautet Rhagaden. Es handelt sich um schmale, spaltförmige Risse, die meistens an den Fersen auftreten. Schrunden sind jedoch nicht nur auf die Füsse beschränkt. Auch an den Mundwinkeln, den Ellenbogen, den Händen und sogar an den Schleimhäuten können schmerzhafte Schrunden entstehen. Rhagaden entwickeln sich sehr langsam. Zuerst bildet sich ein feiner Riss, der sich nach und nach in die Tiefe ausbreitet. Häufige Symptome sind Schmerzen, die das Gehen beeinträchtigen, und bei tiefen Schrunden auch Blutungen.

Was sind Ursachen und Risikofaktoren für Schrunden?

Trockene, spröde und raue Haut ist besonders anfällig für Schrunden. Denn: Mangelt es der Haut an Feuchtigkeit und Fett, verliert sie an Elastizität, spannt und neigt zu Rissen. Personen mit trockener Haut haben also ein erhöhtes Risiko für Rhagaden, das im Winter durch trockene Heizungsluft, Kälte und dickes Schuhwerk zusätzlich ansteigt. Zudem kann falsches Schuhwerk dazu führen, dass die Haut an bestimmten Stellen zu intensiv belastet wird. Die Folge ist eine verstärkte Hornhautbildung, die ebenfalls zu Schrunden führen kann. Hier weitere Ursachen und Risikofaktoren für Schrunden für dich im Überblick:

  • Hauterkrankungen (Schuppenflechte, Neurodermitis)
  • rheumatische Erkrankungen
  • arterielle Verschlusskrankheit
  • Eisenmangel
  • Vitaminmangel
  • genetische Veranlagung

Wann sollte ich mit Schrunden besser zum Arzt gehen?

Mit der richtigen Fusspflege kannst du Schrunden gut selbst behandeln. Sind die Schrunden sehr schmerzhaft, bluten sie oder treten sie immer wieder auf, ist allerdings ein Besuch in einer Praxis für Dermatologie angeraten. Denn: Schrunden können auch auf eine unentdeckte Grunderkrankung hinweisen, etwa auf Diabetes mellitus oder auf die Darmerkrankung Morbus Crohn. Oftmals verbirgt sich hinter einer vermeintlich harmlosen Schrunde auch eine Pilzinfektion. Des Weiteren solltest du beachten, dass tiefe Schrunden Infektionen oder sogar Abszesse zur Folge haben können, wenn sie nicht richtig behandelt werden. Der Hautarzt ist bei Schrunden der erste Ansprechpartner. Bei Bedarf wird er dich an einen anderen Arzt überweisen – etwa, um einen Eisen- oder Vitaminmangel auszuschliessen.

Wie sieht die Behandlung von Schrunden aus?

Schrunden heilen nur sehr langsam ab – vor allem, weil die Hautstellen durch das Laufen immer wieder gereizt werden. Du benötigst also ein wenig Geduld und viel Konsequenz. Am besten behandelst du die betroffenen Hautareale zweimal täglich mit einer Schrundensalbe. Sie dringt bis in tiefere Hautschichten vor und versorgt die Haut mit wertvoller Feuchtigkeit und wichtigen Fetten. Auf diese Weise pflegst du deine Haut geschmeidig und förderst die Wundheilung. In der Regel heilen Schrunden durch diese Behandlung vollständig und ohne Narben zu bilden ab. Stellst du keine Besserung fest, suche einen Hautarzt auf.

Wie beuge ich der Entstehung von Schrunden vor?

Am besten ist es natürlich, du lässt Schrunden gar nicht erst entstehen, um Schmerzen und einen langwierigen Heilungsprozess von vornherein zu vermeiden. Eine sorgfältige Hautpflege ist dabei besonders wichtig, denn je besser du deine Haut mit Feuchtigkeit und Fetten versorgst, umso geschmeidiger und widerstandsfähiger wird sie. Ganz nebenbei reduzierst du so die Hornhautbildung und beugst der Entstehung von Hühneraugen vor. Darüber hinaus solltest du auf eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung achten und viel trinken, um die Hautgesundheit auch von innen heraus zu fördern. Eine weitere wichtige vorbeugende Massnahme ist gut sitzendes Schuhwerk.

Wie sieht die richtige Fusspflege bei Rhagaden aus?

Für eine intensive Hautpflege cremst du deine Füsse am besten jeden Abend vor dem Zubettgehen mit einer reichhaltigen Fusscreme oder mit einer speziellen Schrundensalbe ein. Ziehe danach Socken an, damit die Wirkstoffe über Nacht in die Haut einwirken können. Auch nach jedem Duschen oder Baden solltest du die Haut an den Füssen mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion oder Creme einreiben, um ihre Elastizität zu verbessern und Hautprobleme zu vermeiden. Zusätzlich zur täglichen Fusspflege kannst du regelmässig eine Pediküre machen, um überschüssige Hornhaut an den Fersen zu entfernen.

Welche Hausmittel können bei Rhagaden und Hühneraugen helfen?

Neben der richtigen Fusspflege können auch Hausmittel Schrunden vorbeugen oder die Wundheilung bei bereits bestehenden Rhagaden und auch bei Hühneraugen fördern. Gönne dir zum Beispiel ein- bis zweimal wöchentlich ein Fussbad mit Milch und Olivenöl und creme deine Haut anschliessend mit Sheabutter oder Kokosöl ein. Alternativ kannst du auch aus einer reifen Avocado und einer Banane einen Brei anrühren und diesen für eine halbe Stunde auf der Haut einwirken lassen. Ein weiteres beliebtes Hausmittel bei Schrunden ist das Haferpeeling. Dazu Öl und Hafermehl zu einer Paste verrühren und die Masse zehn Minuten lang in die betroffenen Hautstellen einmassieren.

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