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Weisser Hautkrebs: Alles Wissenswerte über Basaliome

Du erkennst bei dir Hautveränderungen, die früher noch nicht da gewesen sind? Lass Leberflecken und andere Gebilde dann unbedingt von einem Arzt untersuchen, denn im schlimmsten Fall deuten die Symptome auf Hautkrebs hin. Weisser Hautkrebs ist eine weit verbreitete Erkrankung, die in den meisten Fällen durch UV-Strahlen ausgelöst wird. Rechtzeitig erkannt, sind die Chancen auf Heilung jedoch gut. Auch kannst du dem weissen Hautkrebs vorbeugen, indem du dich nie ungeschützt der Sonne aussetzt.

Was ist weisser Hautkrebs?

Beim weissen Hautkrebs wird zwischen zwei verschiedenen Formen unterschieden: Dem Basalzellkarzinom und dem Plattenepithelkarzinom. Letztgenannte Form ist deutlich aggressiver und bildet häufiger Metastasen. Der helle Hautkrebs tritt prozentual gesehen sehr viel häufiger auf als der Schwarze Hautkrebs. Allerdings ist er auch besser zu therapieren. Wird er bereits im Frühstadium erkannt, sind die Chancen auf Heilung sehr gut.

Welche Symptome treten auf?

Weissen Hautkrebs erkennt der Hautarzt gut anhand der sogenannten Basaliome, die sich bei der Krankheit bilden. Für Laien sind diese allerdings nicht immer klar erkennbar, da ihre Erscheinungsform vielfältig ist. Meist treten sie als wächserne und knotige Tumore auf. Das Spinaliom hingegen ist einfacher zu erkennen. Solltest du eine entsprechende Hautveränderung bei dir feststellen, suche am besten unverzüglich einen Hautarzt auf und lass die Ursache abklären. Bestenfalls handelt es sich um eine gutartige Hautveränderung, die keiner weiteren Behandlung bedarf.

Was sollte ich noch zum Basalzellkrebs wissen?

Der Basalzellkrebs, wie der weisse Hautkrebs auch genannt wird, ist eine der häufigsten Krebserkrankungen. Europaweit hat sich die Zahl der betroffenen Patienten in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Weisser Hautkrebs macht damit insgesamt die Mehrzahl der Krebserkrankungen aus. Seine Symptome zeigen sich in den meisten Fällen im Kopf-Hals-Bereich. Symptome treten meist an den sogenannten "Sonnenterrassen", also Nase, Stirn und Schultern, auf. Seltener kann sich der Hautkrebs auch auf dem behaarten Kopfbereich, in der Ohrmuschel oder am Rumpf zeigen. Je älter man ist, desto höher ist das Risiko, an einer dieser Krebsarten zu erkranken. Statistisch gesehen erkranken vor allem 50- bis 60-Jährige häufig an Weissem Hautkrebs.

Welche Risikofaktoren sind bekannt?

  • Als eine der wichtigsten Ursachen für den weissen Hautkrebs gilt die UV-Strahlung. Die Tumoren treten daher vor allem an den Körperstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind, also Gesicht, Hände und Beine.
  • Auch der regelmässige Besuch eines Solariums gilt als Risikofaktor für die Entstehung von Weissem Hautkrebs.
  • Darüber hinaus kann weisser Hautkrebs aber auch genetisch bedingt sein. Wenn es in deiner Familie bereits einen Fall von Hautkrebs gegeben hat, solltest du besonders vorsichtig sein.

Wie kann ich weissem Hautkrebs vorbeugen?

Da UV-Strahlung als wichtigster Risikofaktor für den weissen Hautkrebs gilt, solltest du direkte Sonneneinstrahlung möglichst vermeiden. Dies gilt besonders für die aggressive Mittagssonne. Auch wenn du im Urlaub in südlichen Ländern bist, schütze deine Haut immer ausreichend vor der Sonne. Eine Sonnenschutzcreme mit einem entsprechend hohen Lichtschutzfaktor ist dann ebenso wichtig wie die geeignete Kleidung. Auch wenn die Hitze noch so gross ist: Bedecke empfindliche Körperstellen stets mit leichter Kleidung. Vor allem deine Kopfhaut und auch die Schultern solltest du bedenken, um Hautveränderungen vorzubeugen. Menschen mit einem hellen Hauttyp sind ebenso gefährdeter. Sie sollten auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten oder sich gar nicht erst der Sonnenstrahlung aussetzen. Empfohlen wird zudem, das sogenannte Hautkrebsscreening in Anspruch zu nehmen. Hierbei handelt es sich um eine medizinische Untersuchung, deren Kosten bei Patienten ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre von der Krankenkasse übernommen wird. Diese Vorsorgeuntersuchung ist eine der wichtigsten vorbeugenden Massnahmen gegen den Weissen Hautkrebs. Bei dieser Untersuchung wird nicht nur die Haut am gesamten Körper überprüft; es erfolgt auch eine Kontrolle der Schleimhäute. Auch profitierst du von einer ausführlichen Beratung und dem richtigen Verhalten in der Sonne. Die Untersuchung ist für den Patienten schmerzfrei; du musst also keine Angst haben.

Welche anderen Krebsarten entstehen durch schädliche UV-Strahlen?

Eine weitere Krebsart, die durch UV-Strahlung entstehen kann, ist der Schwarze Hautkrebs. Er gehört zu den deutlich aggressiveren Krebsarten. Während der weisse Hautkrebs in der Regel gut heilbar ist, liegt die Sterberate beim Schwarzen Hautkrebs bei 15 Prozent. Zu den bekanntesten Risikofaktoren zählt auch bei dieser Krebsart die UV-Strahlung. Folgende weitere Risikofaktoren sind für den Schwarzen Hautkrebs bekannt:

  • häufig auftretende Sonnenbrände vor allem vor dem 15. Lebensjahr
  • regelmässige Besuche in Solarien
  • Fälle von Hautkrebs in der Familie
  • viele Muttermale oder Leberflecke
  • heller Hauttyp

Vor allem die UV-B-Strahlen, die nur in die obere Hautschicht eindringen, sind bekannt dafür, Hautkrebs auszulösen. UV-A-Licht hingegen dringt tiefer in die Haut ein und lässt sie schneller altern. UV-Strahlung befindet sich übrigens auch im Solarienlicht. Damit ist der Besuch eines Solariums mindestens ebenso schädlich wie der Aufenthalt in der Sonne.

Wie erfolgt die Behandlung von weissem Hautkrebs?

Bei weissem Hautkrebs ist die Früherkennung von entscheidender Bedeutung. Je eher der Krebs als solcher erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Erste Anlaufstelle beim Verdacht auf Hautkrebs ist der Hautarzt. Die Onkologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich auf Krebserkrankungen spezialisiert hat. Welche Therapien aber stehen zur Verfügung? In den meisten Fällen wird das Spinaliom im Rahmen einer Operation entfernt. Der Tumor wird dabei möglichst grossflächig herausgeschnitten, um alle bösartigen Zellen zu entfernen. Das entnommene Gewebe wird dann unter dem Mikroskop untersucht. Konnte der Tumor vollständig entfernt werden, gilt der Patient als geheilt. In seltenen Fällen kommen auch Medikamente mit dem Wirkstoff Vismodegib zur Behandlung in Frage. Sie kommen vor allem bei älteren und geschwächten Menschen zum Einsatz und sorgen dafür, dass sich der Tumor sichtbar verkleinert. Ist der Basalzellkrebs noch im Frühstadium, kann ebenso eine Lichttherapie mit Infrarotlicht in Frage kommen. Eine Bestrahlung beziehungsweise Chemotherapie ist als Behandlung nur dann nötig, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben. Die Strahlentherapie wird angewandt, wenn der Tumor an einer ungünstigen Stelle liegt und nicht operiert werden kann. Eine Operation ist auch dann nicht möglich, wenn der Tumor zu gross ist. Vielfach entscheiden sich Ärzte dann für die Kryochirurgie.